Segel setzen … Piratenparteitag: Tag 2 und Gesamtfazit

Über den Parteitag der Piraten, Tag 1, hatte ich an dieser Stelle (http://blogspot.smegworx.com/piratenparteitag/) schon berichtet. Auch wenn am Tag 2 keine weitreichenden Beschlüsse gefasst wurden, gab es doch 2 kleine „Highlights“ an diesem Tag.

Das erste war der Redeslot der Fraktionen in den jeweiligen Landtagen. Hier wurde dann anhand praktischer Politik dargelegt, welche Themen die Piraten nach wie vor in der Lage sind zu transportieren (Beispiel: Vorratsdatenspeicherung), und wie diese politische Arbeit mit den Kernthemen auch die doch vorhandene Kompetenz der Partei aufzeigt. Ganz egal ob man mit dem Antrag durchkommt (Schlwesig-Holstein) oder aber auch mal scheitert. Wichtig ist es vielmehr, an diesen Themen dran zu bleiben. Und nebenbei kann man dann anderen Parteien (hier: den Grünen in NRW) mal den Spiegel vor´s Gesicht halten und sie bei Themen auch mal eiskalt bloßstellen.

Und das gerade auch die Themen Datenschutz und Datensicherheit auch bei den Bürgerinnen und Bürgern einen hohen Stellenwert besitzen, habe ich hier versucht ausführlich dazulegen. 

Zweites Highlight waren die sehr engagierte Rede von den JuPi´s, sowie das Schlusswort des neuen Bundesvorsitzenden. Auch wenn man pauschale Pressekritik nicht unbedingt als state of the art bezeichnen muss, brachte T. Wirth doch auch eine klare Botschaft (frei interpretiert).

Wenn wir nicht versuchen unsere Ideale umzusetzen, können wir auch heimgehen.

Und hier offenbart sich dann das Spiegelbild der Piraten und somit des gesamten Parteitages. Man schwankt extrem zwischen Aufbruchstimmung (besonders nach dem Redebeitrag der Fraktionen und der Jupis´s zu spüren), und völliger Lethargie (gerade bei den GO- und SÄA-Schlachten). Diesee übertrug sich auch an den Folgetagen in der Timeline der Piraten, in denen von „jetzt packen wir es an“ bis „austreten“ alles wiederfand.

Um es nochmal klar zu sagen: Gerade im Hinblick auf die größtmögliche Koalition braucht die politische Landschaft, brauchen aber auch die Bürgerinnen und Bürger eine Stimme der Vernunft, die sich für ihre Interessen und Wünsche einsetzt. Die nicht nur virtuell präsent ist, sondern auch in den persönlichen Dialog geht. Die sich nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern mit den Themen (davon gibt es genügend).

In Zeiten des totalen Ausfalls von FDP, sowie sich einer gerade selbst zerstörenden AFD, ist eine stabile und vertrauensvolle politische Alternative dringender denn je.

Um bei den nautischen Metaphern zu bleiben:

Der Wind weht, nun macht Euch endlich auf das Schiff Piraten. Segelt los und macht alles klar zum  ändern.

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